Schloss Kronborg / Dänemark / 2016
Hamlet Live:
das Schloss wird zur Geschichte.
Hamlet Live bringt Shakespeares Welt in die Räume und Gänge von Schloss Kronborg. Lebendige Figuren laden Gäste zu Begegnungen und Beteiligung ein.

Das Erlebnis im Film
Das Publikum betritt
die Geschichte.
Ein gemeinsamer Innenhof wird zum Ort einer Begegnung. Der Film zeigt, wie Schauspiel, historischer Raum und Beteiligung der Gäste zusammenwirken.
Projektfilm ansehen ↗- Ort
- Schloss Kronborg, Dänemark
- Peters Beitrag
- Mitschöpfer; Konzept, Text und Regie
- Kreative Zusammenarbeit
- Barry McKenna
Das Projekt: Kulturerbe als lebendiges Erlebnis
Hamlet Live ist ein immersives Theatererlebnis innerhalb einer Besucherattraktion. Kronborg ist zugleich ein historischer Ort und das Schloss, das mit Shakespeares Hamlet verbunden wird. Das Konzept verknüpft beide Zugänge: Gäste begegnen der fiktiven Welt, während sie das reale Gebäude erkunden.
Die zentrale Gestaltungsfrage lautet, wie eine bekannte Geschichte während eines Schlossbesuchs gegenwärtig werden kann. Räume, Figuren und ankommende Menschen müssen zusammenwirken. Die Geschichte soll sowohl in einzelnen Begegnungen als auch als zusammenhängende dramatische Welt funktionieren.
Peters Rolle: Konzept, Text und Regie
Peter entwickelte das Erlebnis in kreativer Zusammenarbeit mit Barry McKenna. Sein Beitrag umfasst Konzept, Text und Regie und verbindet damit die ursprüngliche Idee mit den Situationen, denen Gäste im Schloss begegnen.
Bei dieser Form der Erlebnisgestaltung muss die kreative Leitung die fiktive Welt zusammenhalten und zugleich Raum für echte Begegnungen lassen. Eine Figur braucht eine klare dramatische Identität und die Offenheit, auf ein unerwartetes Gespräch zu reagieren.
Das Besuchserlebnis: entdecken, beobachten, mitwirken
Gäste begegnen den Figuren beim Erkunden des Schlosses. Kurze Szenen führen in das Drama ein; Interaktion und Improvisation ermöglichen es, auf die anwesenden Menschen einzugehen. Das Erlebnis entfaltet sich in Räumen und Gängen statt von einem einzigen gemeinsamen Zuschauerplatz aus.
So entstehen unterschiedliche Zugänge. Gäste können eine Begegnung beobachten, neugierig auf eine Figur werden oder sich an einem Austausch beteiligen. Der Ort gibt dem Treffen einen Zusammenhang, das Schauspiel verleiht ihm menschliche Präsenz und die Beteiligung schafft eine persönliche Beziehung zum Geschehen.
Gestaltungsprinzip: Kulturerbe durch Begegnungen vermitteln
Die Fallstudie zeigt, wie immersives Storytelling einen kulturhistorischen Ort mit lebendigem, situationsbezogenem Theater verbinden kann. Ein zentraler Ansatz ist, Gästen etwas zum Entdecken und jemanden zum Begegnen innerhalb des Ortes zu geben.
Für Museen und Kulturerbestätten stellt sich die übertragbare Frage: Welchen Geschichten können Gäste hier begegnen, und welche Rolle können sie dabei spielen? Die Antwort sollte aus dem jeweiligen Ort, seinem Material und seinem Publikum entstehen.
Von der Praxis zur Forschung
Das Erlebnis
hinter den 7 I’s.
Die veröffentlichte Studie zu Hamlet Live verbindet Beobachtungen, Interviews mit Darstellenden und Besucherrezensionen. Daraus entstand das 7 I’s Experiential Strategy Framework. Peter verfasste die Arbeit mit Niels Frederik Lund, B. Joseph Pine II und Anna Leask. Die Studie bietet eine wissenschaftliche Einordnung des Erlebnisses und seiner Gestaltung im Kontext dieser konkreten Kulturerbestätte.
Internationale wissenschaftliche Relevanz
Hamlet Live in der internationalen Forschung
Die Inszenierung wurde in dänischen und australischen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht, darunter eine Masterarbeit der Universität Roskilde und Kathryn Princes Forschungskapitel an der University of Western Australia, beide von 2019. Spätere Forschung untersuchte auch das Lernen und die Anpassung der Mitarbeitenden während Covid-19.
Der Beitrag zum 7-I’s-Modell wurde anschließend in internationaler Forschung über Storytelling im Tourismus, immersive Museen und authentische Kulturerbeerlebnisse zitiert und diskutiert. Zusammen verbinden diese Arbeiten das praktische Projekt mit weiterführenden Fragen zu Performance, Beteiligung und Ort.
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